Website Liederkranz Enzweihingen
Erstellt am: 29.10.2010
Autor: hps

LKE: Faszinierende Konzerte entlang der Donau


29.10.10 Enzweihingen (hps). Gute Laune lag ganz oben im Köfferchen, als die 138-köpfige LKE Reisegruppe am 15. Oktober 2010 morgens in zwei Reisebussen Richtung Passau auf Donaukreuzfahrt aufbrach. Und diese gute Laune war auch ein ständiger Begleiter der Botschafter in Sachen Musik während der gesamten achttägigen Konzert- und Bildungsreise. Einen kleinen Beitrag dazu hat sicherlich auch der Cruise-Direktor Gabriel des 4-Sterne Kreuzfahrtschiff ‚Dertour Amadeus, geleistet. Gleich als er die Reisenden an Bord des Schiffs in Passau begrüßte, gab er die Losung aus: Das Wort ‚Problem‘ gibt es hier nicht; es gibt nur verschiedene Situationen, die gelöst werden müssen.“

 

Diese positive Grundstimmung war den Sängerinnen und Sängern auch bei den vier Konzerten auf der Reise anzumerken – wobei jedes dieser Konzerte einen ganz eigenen Charakter hatte: Im Bene-diktinerkloster Stift Melk in Niederösterreich war es die Ausstrahlung und Faszination, die von einem Kulturdenkmal ausgeht, das zum UNESCO-Welterbe zählt. In der Friedenskirche Pfarre-Christ-könig in Linz war es dagegen vielmehr die hervorragende Akustik, die Sängerschar und Zuhörer gleicher-maßen in den Bann zog. Reichlich Applaus ernteten die LKE Chöre bei all ihren Auftritten, ob mit traditionelleren Weisen wie ‚Weinland‘, ‚Wanderlied der Prager Studenten‘ und ‚Wenn alle Brünnlein fließen‘, ob mit groovigeren Songs im Gospel-Pop Stil wie ‚Waiting for the Lord‘ aus der Gospelmesse Body & Soul oder ob besinnliche Spirituals wie ‚Lord, I want to be a christian‘. Besser als der Messner der Peterskirche in Wien mit seiner Frage ‚Wann kommen Sie wieder?‘ kann man Begeisterung wohl nicht zum Ausdruck bringen.

 

Die Konzerte waren zwar der zentrale Punkt der Reise, aber um sie herum rankte sich ein vielfältiges  kulturelles Programm. In Wien, Linz, Grein, Bratislava und Budapest hatten die Kreuzfahrer die Möglichkeit, an einer Stadtbesichtigung teilzunehmen. Wien präsentierte sich dabei einmal in einem anderen Licht – nämlich bei Nacht. Etwas über Land und Leute erfahren konnten die Reisenden auch bei den Überlandfahrten durch die Wachau, zum Barockschloss Gödöllö, dem einstigen Sissi Schloss, und zum malerischen Künstlerdorf Szentendre. Aber auch für Gemütlichkeit blieb noch genug Zeit: eine Einkehr zum Heurigen, ein Konzertbesuch, im Café sitzen und das bunte Treiben beobachten.

 

Eine Reise unvergesslich machen häufig die Erlebnisse am Rande. So wäre einer der Tenöre fast schon in Wien verlorengegangen. Beim Filmen von der Empore der Peterskirche wurde dieser versehentlich dort eingeschlossen. Jegliches Winken und Rufen war zwecklos, wurde nur mit Zurückwinken von den Chorkollegen quittiert. Letztendlich konnte er sich doch bemerkbar machen und wurde befreit.

Und was wäre so eine Kreuzfahrt ohne das obligatorische Captains Dinner, das jeder vom Traumschiff her kennt. Dieses konnte natürlich auf der Donaukreuzfahrt auch nicht fehlen. Kulinarische Leckerbissen vom Feinsten wurden an dem Abend aufgetischt.

 

Gegen Ende der Reise kam dann doch etwas Wehmut auf. Langsam hieß es, von der Donau Abschied nehmen. Und manch einem kam dabei auch in den Sinn, dass damit auch die letzte Chorreise mit Werner Dippon zu Ende geht. Nicht wenige sind mit ihm den langen Weg von nahezu 40 Jahren gemeinsam gegangen.