Website Liederkranz Enzweihingen
Erstellt am: 13.03.2011
Autor: hps

LKE: Narret


05.03.2011 Enzweihingen (hps). Auf dem Familienabend, der alljährlichen Faschingsfeier des LKE, letzten Samstag gaben Scheichs, Damen aus dem Orient und der High Society, verwegene Ganoven der Al Capone Ära, Persönlichkeiten aus dem Show Business und viele mehr ihr Stelldichein. Ein kurzweiliges, abwechslungs-reiches Programm erwartete die Mitglieder im voll besetzten Vereinsheim. Moderatorin war wie im letzten Jahr Irene Kirsch, die wieder einmal auf charmante Art durch das Programm führte.

Besonders gespannt waren alle auf die Büttenpremiere des neuen Chorleiters Thomas Ungerer. Seine Rede – wie könnte es kaum passender für einen Dirigenten sein – trug die Überschrift ‚Die Leiden des jungen D. (D = Dirigenten)’. Er schilderte in allen Facetten – immer mit einer gehörigen Portion Humor gewürzt -, welche Verrenkungen ein Dirigent schon bei der Wahl der Chorliteratur zu vollbringen hat: „Das Stück sollte in der Muttersprache, nicht in English oder Französisch; die Töne nicht zu hoch, aber auch nicht zu tief und der Rhythmus nicht zu schwer sein - am liebsten etwas wie ‚Hänschen klein’.“

Da blieb kein Auge trocken. Bei einem solch gelungenen Einstieg war ihm nicht nur eine LKE Rakete sicher. Zwei Raketen waren da schon drin. Wer es nicht weiß, eine LKE Rakete bedeutet: Trommeln auf den Tisch mit zunehmender Intensität als Zeichen der Begeisterung.

Auch der Vortrag in der Bütt von Hans-Peter Riedmüller als schwulem Udo erntete reichlich Applaus – und das noch bevor das erste Wort gesprochen wurde. In knallenger Hose mit kokettem Hüftschwung, den Schal leger über die Schulter geworfen stolzierte er auf die Bühne. Dies allein reichte schon aus, um das Publikum auf Lachen einzustimmen. Die Rede, die folgte mit dem immer wiederkehrenden „Und der Udo ist warm“, heizte dann die Stimmung noch mehr an.

Der Beitrag der vier Trauerfrauen war nicht minder amüsant. In einem lethargischen Singsang setzten sie eine Pointe nach der anderen, ohne dabei ihre Trauermiene nur für einen Moment abzulegen.

Die Spätburgunder aus dem Fellbachtal waren auch wieder als Special Guest mit von der Partie. Letztes Jahr als schwere Jungs, dieses Jahr als Leichtmatrosen lockerten sie mit einer Tanzeinlage zur Musik „My Bonnie is over the Ocean“, „What shall we do with the drunken sailor“ und „Wir lieben die Meere“ das Programm auf. Absolut neu war dabei, dass die reine Männertruppe diesmal von zwei Frauen unterstützt wurde - den zwei Frauen, die Choreographie mit ihnen einstudiert hatten.

Auch der Auftritt des LKE Männer-Tanzensembles war wieder einmal ein voller Erfolg. Als Gardemädchen in roten Röckchen mit weißem Fellbesatz und roten Hüten mit weißer Feder erschienen die fünf Herren auf die Bühne. Zu den Klängen von ‚Stars and Stripes forever‘ vollführten sie gewollt linkisch ihre Tanzfiguren und ließen sie ihre kräftigen Beine in die Höhe schneller. Allein auf den Spagat wurde verzichtet. Das tat dem Lachen aber keinen Abbruch. Eine Zugabe war da ein absolutes Muss.

Das Publikum kam an dem Abend auch nicht um einen aktiven Part herum: Schunkeln, Tanzen, Polonaise und Singen – das Fliegerlied und ‚Hol das Lasso raus’ mit dem Beiratschor – waren noch angesagt. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend.