Website Liederkranz Enzweihingen
Erstellt am: 17.11.2018
Autor: Phillipp Pfisterer aus VKZ vom 30.10.18

Beat-Club-Feeling in der Turnhalle


Liederkranz Enzweihingen entführte seine Gäste in die Musikwelt der 1950er- und 60er-Jahre 

Neben dem Vaihinger Bürgermeister Klaus Reitze und dem Enzweihinger Ortsvorsteher Matthias Siehler sowie Repräsentanten verschiedener Chorverbände, waren an die 200 Menschen der Einladung zu einer Oldienacht in die entsprechend dekorierte Turn- und Festhalle gefolgt, um hier den altbekannten Klängen zu lauschen.

Doch wie bekannt und vor allem präsent sind diese Klänge bei den Zuhörern tatsächlich noch? Das testete Moderator Werner Bauz gleich zu Beginn im Rahmen seiner Begrüßung, während im Hintergrund eine Melodie abgespielt wurde. Sie gehörte zu der ab 1956 produzierten Fernsehsendung „Beat-Club", was letztendlich auch von einem Besucher erkannt wurde.

Daraufhin begann der musikalische Teil mit dem Stück „Jambalaya" - das der US-amerikanische Countrysänger Hank Williams 1952 erstmals spielte - begeisterte der 34-köpfige Chor unter der Leitung von Dirigent Thomas Ungerer, der gleichzeitig auch am Keyboard saß, sowie mit Begleitung einer kleinen Band, gleich zu Beginn des Abends sein Publikum. Es folgten zahlreiche weitere bekannte Stücke der 50er-und 60er- Jahre wie „Heimweh" von Freddy Quinn, „Yesterday" von den Beatles und der Song „Rote Lippen soll man küssen" von Cliff Richard. Der Millionenseller „Da Doo Ron Ron" von den Crystals aus dem Jahr 1963 war ebenso vertreten wie „Sugar Sugar Baby", was dem österreichischen Sänger und Schauspieler Peter Kraus bereits 1958 große Bekanntheit verschafft hatte.

Doch nicht nur mit dem Gesang des Chores wurden die Besucher musikalisch ver-wöhnt. So begeisterte auch ein vierköpfiges Saxophonorchester mit flinken Tönen das Publikum, was genau wie die gesanglichen Darbietungen mit kräftigem Applaus honoriert wurde. Kaum verwunderlich, hatte man doch bereits seit Beginn des laufenden Jahres die Stücke bis zur Perfektion eingeübt, wie Dirigent Ungerer später im Gespräch mit der VKZ erklärte.

Neben der musikalischen Seite wurden den Besuchern aber auch selbstgeschriebene Anspielungen mit fiktiven Personen aus der jeweiligen Zeit geboten. So machte der ehemalige Ortsvorsteher Kurt Erhardt in der Rolle eines italienischen Gastarbeiters dessen Sicht auf das Enzweihingen um 1960 für die Besucher erlebbar.

Die Gäste konnten sich auch an Getränken und Fingerfood bedienen, welches durch fleißige Helfer des Liederkranzes bereitgestellt wurde.

Zurück zur Musik: Dem Applaus nach zu urteilen zeigte sich das Publikum begeistert von den Darbietungen des Liederkranzes. Auf dieser Grundlage sollten die Initiatoren aus dem Kreis der Sänger einer Wiederholung der Veranstaltung nicht abgeneigt sein.